Foama & Fluidlife im Gespräch – Mobilität gemeinsam gestalten

foama-Gründer Richard Preißler war zu Gast im FluidLife Expert Talk von Michael Kieslinger. Anlass: Warum Pendeln zum Standortthema geworden ist – und warum Betriebe hier im Verbund besser fahren als im Alleingang. Hier die Kernpunkte des Gesprächs.

FluidLife Expert Talk mit Richard Preißler über Pendlermobilität

ℹ️ In Zusammenarbeit mit Fluidlife

Dieser Beitrag fasst den Artikel „Pendlermobilität: Warum Betriebe beim Pendeln zusammenarbeiten sollten" von Nadine Abou-Zid (Fluidlife Blog, 11. September 2026) in eigener Form zusammen. Originalartikel und ganzer Expert Talk gibt es hier.

Über den Talk

Im Talk-Format von Fluidlife hat Michael Kieslinger mit Richard Preißler erörtert, warum die Anfahrt der Beschäftigten für Betriebe eine strategische Rolle spielt. Zwei Beobachtungen stehen am Anfang: Parkplätze sind vielerorts die erste Ressource, die knapp wird, und im Bewerbungsprozess hat sich die Frage nach der Erreichbarkeit etabliert.

Die Haltung, die Preißler daraus ableitet, fasst sein Leitsatz zusammen:

„Ein guter Tag beginnt mit einem guten Weg in die Arbeit."

Die Kernpunkte des Gesprächs

  • Information vor Investition: Alternativen zum Auto existieren im ländlichen Raum meist schon – etwa neue Busverbindungen oder Diensträder. Sie sind nur im Betrieb zu wenig bekannt. Angebote bekannter zu machen ist der günstigste Hebel der Pendlermobilität.
  • Anbieten statt anordnen: Da der Arbeitsweg Privatsache bleibt, scheitern Vorschriften. Besser funktionieren attraktive Optionen, Führungskräfte, die den Weg selbst vorleben, und soziale Signale im Team – etwa Fahrgemeinschaften oder gemeinsame Challenges.
  • Erreichbarkeit ist kein weiches Thema: Im Talk werden konkrete Zahlen genannt – von Lohnkosteneinsparungen beim steuerlich geförderten Dienstrad-Leasing bis zu weniger Krankenständen bei radpendelnden Belegschaften. Wer nur aufs Auto setzt, verliert zunehmend junge Fachkräfte aus dem Einzugsgebiet.
  • Verbund schlägt Alleingang: Shuttles, Mitfahrbörsen oder Ladeinfrastruktur lassen sich standortübergreifend deutlich besser auslasten. Vorbild sind Energiegemeinschaften; vorangetrieben wird alles von einzelnen engagierten „Kümmerer:innen".

Praxisbeispiel: Retzer Mobilitätssprint

Wie eine solche standortübergreifende Zusammenarbeit konkret aussieht, zeigt der Retzer Mobilitätssprint: Betriebe der KEM Retzer Land erheben gemeinsam mit foama das Pendelverhalten ihrer Belegschaften, Teilnehmende erhalten persönliche Empfehlungen per E-Mail – ohne App, ohne GPS-Tracking.

Was Sie mitnehmen können

  1. HR: Mobilitätsoptionen gehören ins Onboarding, solange Routinen noch formbar sind.
  2. Mobilitäts- und Facility-Verantwortliche: erst Bestandsaufnahme und Befragung, dann Infrastruktur-Budget.
  3. Geschäftsführung: Erreichbarkeit als Standort- und Kostenfaktor aktiv managen.
  4. Gemeinden und Regionen: Bündnisse aus Betrieben, Verbänden und Verwaltung initiieren.

Preißlers Appell: lieber mit Verbündeten klein anfangen, als auf die perfekte Lösung zu warten.

Zum Original auf dem Fluidlife Blog

Argumentation, Zahlen und den aufgezeichneten Expert Talk gibt es im vollständigen Originalbeitrag auf dem Fluidlife Blog.

FluidLife Expert Talk: Pendlermobilität

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